Eigene Songproduktion: 4 Anfänger-Tipps für das richtige Abmischen

Das Abmischen von mehrspurigen Tonaufnahmen am Mischpult macht zwar Spaß, kann aber gleichzeitig eine große Herausforderung darstellen. Lautstärken müssen angepasst, Audioeffekte sinnvoll eingesetzt und Klangspuren optimal in Beziehung zueinander gesetzt werden. Nicht ohne Grund zählt das Abmischen wohl zu den Königsdisziplinen der eigenen Songproduktion. Die folgenden 4 Tipps zeigen Anfängern, wie das Mixen zum Erfolg wird.

Tipp #1: Den perfekten Mix vorbereiten

Audiospuren auf Bildschirm
Vor dem Mixing sollte man die einzelnen Audiospuren benennen. © boyhey – stock.adobe.com

Das Mixing sollte man nicht in völligem Chaos beginnen, sondern zunächst einmal für Übersicht sorgen. Mit einer Digital Audio Workstation (DAW) lassen sich einzelne Klangspuren sinnvoll benennen. So können wenig aussagekräftige Bezeichnungen (z. B. „Audio 24“) durch selbsterklärende (z. B. „Klaviersolo Intro“) ausgetauscht werden. Einzelne Spuren lassen sich dadurch zu einem späteren Zeitpunkt wiederfinden.

Für noch mehr Zeitersparnis empfiehlt sich auch das Setzen von Markern innerhalb der entsprechenden Songstruktur, womit u. a. Intro, Strophen, Bridge, Chorus, Solo und Outro gekennzeichnet werden können. Dadurch hat man bestimmte Stellen bei Änderungen schnell parat und kann ohne zeitliche Verzögerungen hineinhören.

Tipp #2: Mixdown genau abhören

Jeder Mix muss gut abgehört werden, um seine Qualität festzustellen. Doch selbst die teuersten Monitore sind nur wenig sinnvoll, wenn man keine Hörerfahrung gesammelt hat. Gerade am Anfang lohnt es sich daher, viel Musik zu hören – am besten genau in jenem Bereich, in dem man selbst mixen möchte. Beim Abmischen lernen mit Homerecording1x1 findet man gute Aufnahmen, um ein Gefühl für den richtigen Sound zu entwickeln.

Tipp #3: Audioeffekte anwenden

Junge Frau arbeitet mit Audioprogramm.
Mit verschiedenen Audioeffekten entsteht ein harmonisches Ganzes. © Gorodenkoff – stock.adobe.com

Sobald man erst die grundlegenden Schritte des Abmischens gelernt hat, geht es nun an das Drehen und Regeln. Um dem Mixdown eine besondere Note zu verleihen, empfehlen sich die folgenden Audioeffekte:

  • Equalization (EQ): Die einzelnen Frequenzen eines Sounds werden ins Gleichgewicht gebracht, sodass die Klangspuren besser ineinandergreifen.
  • Kompression: Die Unterschiede zwischen leisen und lauten Passagen werden verringert.
  • Delay: Bestimmte Klänge werden in rhythmischen Zeitabständen wiederholt, um den Groove sinnvoll zu unterstützen.

Tipp #4: Mix-Sessions sorgfältig säubern

Braucht es wirklich die zweite Altstimme in der ersten Strophe? Das Ausgangsmaterial sollte keine Bestandteile aufweisen, die als störend wahrgenommen werden können. Deshalb ist es wichtig, sich die einzelnen Klangspuren anzuhören und zu überlegen, ob jede notwendig ist. Falls nicht, ist der Mülleimer ein sinnvolles Arbeitsgerät – so entsteht ein optimaler Mix.

Die Arbeit am Mischpult macht Spaß – gleichzeitig erfordert sie auch viel Ausdauer und Ehrgeiz. Mit den oben genannten 4 Tipps, ist man als Einsteiger schon einmal einen Schritt weiter. So kann man sich allmählich an das Mixen herantasten.