Waffenschrank mit Fingerprint: Sicherheit, Vor- und Nachteile

Waffenschrank mit FingerprintSeit Mitte 2017 ist in Deutschland ein neues Waffengesetz in Kraft. Hobbyschützen, Jäger und Polizisten, die ihre Waffe zu Hause aufbewahren, sind von den neuen Auflagen zur Aufbewahrung ihrer Waffen betroffen. Das vielleicht modernste Aufbewahrungssystem für Kurz- und Langwaffen sind Waffenschränke mit Fingerprint – Zeit, einen Blick darauf zu werfen, wie sicher die Technologie ist und welche Vor- und Nachteile sie mitbringt.

Waffenschrank 2.0: Was moderne Waffenschränke können

Die wichtigste Eigenschaft eines hochmodernen Waffentresors ist natürlich die Sicherheit. Ein Waffenschrank mit entsprechender Sicherheitsstufe ist nicht nur gesetzeskonform, sondern sorgt auch dafür, dass der Zugriff unbefugter Personen unterbunden werden kann.

Zudem gibt es bei modernen Waffenschränken die Möglichkeit unterschiedlicher Schließsysteme. Gewählt werden kann zwischen Zahlencodeeingabe (häufig elektronische Eingabe), klassischem Schlüssel oder biometrischem Fingerprintsensor.

Safety First: Wie sicher die Aufbewahrungsmittel sind

Waffengesetz
Egal ob Sport- oder Dienstwaffe – es gelten strenge Auflagen

Die Folgen, wenn Feuerwaffen in die falschen Hände geraten, können verheerend sein. Deshalb gelten die strengen Auflagen des Waffengesetzes für Sportwaffen und Waffen, die beruflich verwendet werden.

Alle Schließsysteme haben entscheidende Vor- und Nachteile. Gerade der Fingerprint, der ja auch am Flughafen und für die elektronische Authentifizierung zum Einsatz kommt, gilt allerdings als sehr sicher, da er absolut unverwechselbar ist.

Das spricht für die Waffenschränke mit Fingerabdrucksensor

Ein biometrischer Fingerabdruck kann – ebenso wie andere biometrische Merkmale – nicht einfach an andere (unbefugte) Dritte weitergegeben werden. Im Gegensatz zu einem Schlüssel kann er zudem nicht verloren gehen. Wer Schwierigkeiten hat, sich Zahlencodes auswendig zu merken, kann mit einem Fingerprintsensor nichts vergessen.

Das bedeutet also, dass ein bequemer und unkomplizierter Zugriff möglich ist. Die Fälschungssicherheit ist sehr hoch und zudem sind keine Schlüssel im Umlauf, die ein weiteres Sicherheitsrisiko darstellen und gut versteckt werden müssen.

Nachteile eines biometrischen Waffenschranks

Waffenschrank Nachteile
Gibt es Verletzungen an den Fingern, kann das zu Problemen führen

Allerdings sind biometrische Waffenschränke nicht die preiswerteste Lösung. Die Anschaffungskosten liegen höher als bei anderen Schließsystemen, nicht zuletzt deshalb, wie die Technologie dahinter um einiges komplexer ist.

Obwohl inzwischen sehr ausgereift, bereitet genau diese Technologie Schwierigkeiten. Kleine Verletzungen, Blasen oder Schwielen am Finger können dafür sorgen, dass die empfindliche Elektronik den Fingerprint nicht oder nur schwer erkennt. Zudem muss der Finger sauber und fettfrei sein, um identifiziert zu werden.

Fazit: Bei Neukauf in Betracht ziehen

Wer den Kauf eines neuen Waffenschranks plant, sollte keinesfalls in ein Modell von vorgestern investieren. Bei Neuanschaffungen gilt stets, dem Status Quo einen großen Schritt voraus zu sein. Schließlich ist ein Waffenschrank im Idealfall und bei entsprechender Gesetzeslage eine Investition für ein ganzes Leben.

Und genau dieses Argument ist es auch, das zum Kauf eines Waffentresors mit Fingerprint raten lässt. Ein Schrank mit Notfallcode kann eine gute Alternative sein, wenn man der Elektronik hinter dem Fingerabdrucksensor nicht ganz vertraut.