Die Erfindung der Batterie

Die Erfindung der Batterie

Die Batterie – sie gehört zum selbstverständlichen Bestandteil des täglichen Lebens. Ob im Babyphone, dem Notebook oder der Taschenlampe – schon von Kleinauf sind wir es gewohnt, mit diesen Energiespendern zu leben.

Und wer elektrische Energie auch einmal „live“ erleben wollte, hat die Zunge an die Elektrode gehalten und einen mehr oder weniger heftigen Schlag erhalten. Batterien stellen also Strom bereit, diese Energie, die man nicht sehen, nicht riechen und nicht hören kann – aber täglich benötigt.

Die Zunge an die Elektroden halten
Die Wirkung „live“ erleben? Einfach die Zunge an die Elektroden halten

Aber wann wurde die Batterie denn eigentlich erfunden? Überraschenderweise schon sehr früh. Nämlich im Jahre 1800, also vor rund 265 Jahren. Und es war eine Entdeckung, die die Welt verändern sollte. Denn erstmals war es möglich geworden, Energie nicht nur zu erzeugen, sondern auch zu speichern.

Es war der Italiener Alessandro Volta, der die geheimnisvolle Kraft ergründen wollte, mit der man Menschen die Haare zu Berge stehen lassen konnte oder Metalle sich durch Reiben unterschiedlich aufladen konnten.

Er war auf der Suche nach einer Kraft, die sich nur im Ergebnis erkennen ließ – aber nicht greifbar schien. Volta experimentiert mit toten Fröschen, deren Extremitäten bei Berührung mit aufgeladenen Metallen zu zucken begannen.Er ging zu Recht davon aus, dass eine elektrische Spannung entsteht und Strom fliesst.

So funktioniert die Batterie heute

Diese Erkenntnis führte ihn dazu, die sogenannte „Volta-Säule“ zu erfinden. Sie ist die Urbatterie, die Mutter aller Akkumulatoren. Er konstruierte einen Turm von übereinandergeschichteten Kupfer- und Zinkplatten, zwischen die er in Salzwasser getränkte Lederstücke steckte.

Er hatte erkannt, dass die Platten eine höhere Leistung abgaben, wenn sie feucht waren. Das Zink gibt Elektroden ab und lässt einen negativen Pol entstehen. Am Kupfer entsteht dadurch ein positiver Pol. Werden diese beiden Pole jetzt durch einen Metalldraht verbunden, fließen die überschüssigen Elektronen automatisch zum positiven Pol.

Strom fließt, die Batterie war erfunden. Diese chemische Reaktion ist bis heute die Grundlage sämtlicher Batterien. Kaiser Napoleon war begeistert. Er ernannte Volta zum Grafen. Die Maßeinheit, die Volta für die elektrische Spannung festlegte, wurde ihm zu Ehren nach seinem Namen benannt. Ohne seine Erfindung wäre die rasante industrielle Entwicklung, die kurz darauf einsetze, nicht möglich gewesen.