Die 4 Akku-Typen erklärt

Die unterschiedlichen Typen von Akkus erklärt

Insgesamt haben sich vier Akkutypen im Markt etabliert, die sich hinsichtlich ihrer Energiedichte, die Nennspannung oder in der Lebensdauer unterscheiden. Dementsprechend finden sich auch in jeweils individuellen Einsatzorten und –arten wieder.

Nickel-Cadmium-Akkus

NiCd-Akkus sind seit 2009 verboten und dürfen nur noch in Werkzeugen oder in Notfallsystemen eingesetzt werden. NiCd-Akkus eignen sich speziell für Bohrschrauber oder Kreissägen.

Nickel-Cadmium Batterien eignen sich für Werkzeuge
Nickel-Cadmium-Akkus sind in der EU nur mehr bei Werkzeugen und Notfallsystemen erlaubt.

Sie sind relativ unempfindlich gegen tiefe Temperaturen und haben mit über 1500 Ladezyklen eine lange Lebensdauer.

Dagegen zeichnen sie sich durch geringere Kapazität aus und sind aufgrund des Cadmiums sehr umweltbelastend. Sie müssen wegen des Memory-Effekts vor dem Laden immer voll entladen werden.

Nickel-Metallhydrid-Akkus

NiMH-Akkus haben sich im Markt durchgesetzt. Fast alle Rundzellenakkus — wie AA oder AAA — basieren auf dieser Akkutechnik. Die Akkus sind in elektrischen Zahnbürsten oder Werkzeugen sind sehr verbreitet.

Für NiMH-Akkus spricht, dass sie bei gleicher Größe etwa 50 Prozent mehr Kapazität als NiCd-Akkus haben. Dagegen ist die Lebensdauer von 500 bis 1000 Ladezyklen deutlich geringer, als die von NiCd-Akkus.

Ausnahme sind die verbesserten LSD-NiMH-Akkus, für die die Hersteller ebenfalls 1500 Ladezyklen angeben. Werden NiMH-Akkus nicht vollständig entladen, kann der Batterieträgheits-Effekt auftreten.

Lithium-Ionen-Akkus

Li-Ion-Akkus findet man dort, wo nur sehr kleine Akkus eingesetzt werden. Sie versorgen Handys, Notebooks, MP3-Player oder Digitalkameras mit der notwendigen Energie.

Bei digitalen Kameras setzen Hersteller häufig auf Li-Ion-Akkus
Li-Ion-Akkus eignen sich am besten für Digitalkameras andere Gadgets

Sie liefern trotz der kleinen Abmessungen viel Energie. Li-Ion-Akkus haben keinen Memory- und keinen Batterieträgheits-Effekt. Die Lebensdauer liegt mit 500 bis 1000 Ladezyklen dagegen auf dem Niveau von NiMH-Akkus.

Wegen der Spannung von 3,6 V gibt es keine Rundzellenakkus (AA, AAA) auf Li-Ion-Basis.

Lithium-Polymer-Akkus

Lithium-Polymer-Akkus unterliegen keinem Memory-Effekt und lassen sich nahezu beliebig formen. Daher lässt er sich auch in Geräte einbauen, in denen andere Akkutypen keinen Platz finden. Deshalb werden sie bevorzugt in Tablets oder in Ultrabooks verbaut.

Sie haben keinen Memory- oder Batterieträgheits-Effekt. Ihre Selbstentladung ist sehr gering.

Aber: LiPo-Akkus sind teuer. Ihre Lebenserwartung liegt mit 300 bis 600 Ladezyklen unter der von Li-Ion-Akkus. LiPo-Akkus eignen sich wegen der Spannung von 3,6 V nicht als Rundzellenakkus.